EUROPA in greifbarer Nähe

Auf dem Weg nach EUROPA - Zoll und Grenze im Wandel der Zeit

In greifbarer Nähe

............war EUROPA schon vor 200 Jahren, als Napoleon mit seinen Armeen über die Grenzen Frankreichs  stürmte,
............war EUROPA nach dem Wiener Kongreß im Jahre 1815, als alle Länder des Kontinents über Frieden und Zukunft diskutierten,

...........war EUROPA vor 80 Jahren, als der  französische Aussenminister Aristide Briand die Schaffung der “Vereinigten Staaten von Europa” vorschlug und der deutsche Außenminister Gustav Stresemann diesem Ansinnen zustimmte. Ein großer Krieg verhinderte den Plan.
............war EUROPA vor 75 Jahren, als Adolf Hitler und die Nazis das Großdeutsche Reich schufen und „die ganze Welt“ meinten,
............ist EUROPA an Anfang des dritten Jahrtausends, wenn die Staaten sich in den letzten strittigen Fragen einig sind
.

Napoleon und Hitler wollten ein EUROPA schaffen - mit Gewalt und Krieg. Sie sind jämmerlich gescheitert.
Die Geschichte lehrt, dass mit Waffengeklirr und Kanonendonner keine Einigung zu erzielen ist. Gewalt zieht Gewalt nach sich, Krieg ist das „letzte Mittel des Schwachen“, um zum Ziel zu kommen.
 Mit Unterdrückung und einem gewaltigen Polizeiapparat, wie es Fürst Metternich beim „Wiener Kongress“ forderte, ist „kein Staat“ zu machen - da gehen die Herren, die Bischöfe, Fürsten und Könige eigene Weege.
Ein solches Völkergebilde wie EUROPA muss wachsen. Zu unterschiedlich sind die Länder und Menschen, um sie von heut' auf morgen in einen Topf werfen zu können. Zu unterschiedlich sind Mentalität, Herkunft und Sprache, um sie wie ein Brot zusammenbacken zu können.
In der Weimarer Republik versuchten einige Politiker, schrittweise auf EUROPA zuzugehen. Sie wurden von den braunen Schergen niedergeschlagen. Der schreckliche zweite Weltkrieg erst zeigte den Menschen, dass mit Gewalt keine Einigung zu erzielen ist.

Es geht eben nur durch ein vorsichtiges, umsichtiges, weitsichtiges Aufeinander zugehen. Wir haben gesehen, wie schwer sich die deutschen Länder taten, um sich zusammenzuschließen. Preußen und Bayern, Hannoveraner und Westfalen, Rheinländer und Hessen, Pommern und Holsteiner - nur mit Mühe und nach zähen Verhandlungen konnten sie zusammenfinden. Dabei hatten sie nicht einmal so große Unterschiede wie z.B. die Sprache zu überwinden. Heute kann man sich gar nicht mehr vorstellen, dass es in Deutschland einst viele Kleinstaaten gab, dass Deutschland nicht ein Staat mit nur einer Regierung war. Viele Staatsmänner, wie z.B. Bismarck, haben hart arbeiten müssen, um dieses Deutschland zu schaffen; viele Kleinfürsten und Möchtegernherrscher mussten klein beigeben, weil sie alleine nicht mehr existieren konnten.
Ob unsere Kinder im dritten Jahrtausend und danach auch nicht mehr wissen, dass es in EUROPA verschiedene Regierungen, Währungen und Sprachen gab?  Es ist in dieser Richtung noch viel zu tun, um ein wirkliches EUROPA zu schaffen und zu gestalten. Es gibt noch viele Unterschiede, die zu überwinden und auf einen Nenner zu bringen sind. Es gibt noch einige Quertreiber, die ihre eigene Suppe kochen wollen - und da sind noch einige Länder, die durch das kommunistische Regime wirtschaftlich zu weit unten sind, um schon bald in die Gemeinschaft aufgenommen werden zu können.
Am schlimmsten ist wohl die Landwirtschaft betroffen. Die deutschen Bauern sind immer fleißig und zielstrebend gewesen. Jetzt müssen sie sich das Diktat der Brüsseler Bürokraten gefallen lassen. Ihre Erzeugnisse werden „demolisiert“, um in anderen Ländern Preisvorteile zu schaffen. Kein Wunder, wenn sie auf die Straße gehen, wie im November 1993. Wie sagte doch damals der Präsident des Landwirtschaftlichen Hauptvereins von Ostfriesland, Andreas Saathoff: „ Hier geht es um die Willkür der Brüsseler Demokratie. Das ist ein Handelskrieg, mit dem wir in die Knie gezwungen werden sollen. Wir werden in Brüssel von abgelagerten Politikern vertreten, die man bei uns nicht mehr gebrauchen kann. Damit kommen wir (und EUROPA) nicht weiter.“ Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes Constantin Freiherr Heereman zu Zuydtwyck nannte die Politik der EUROPÄischen Union brutal und die EU-Kommission „gottähnlich“. Der Wettbewerb werde zu Lasten der Starkwährungsländer, insbesondere Deutschland, verzerrt. mehr:  http://europa.eu/index_de.htm    

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Barosso, alter und neuer EU_Präsident

Nun, da haben wir's mal wieder, die Bauern denken zu sehr deutsch, um sich EUROPA nähern zu können. Es werden noch sehr viele Demonstrationen, Verhandlungen und Versprechungen nötig sein, um auf diesem Gebiet eine wirkliche Einigung zu erzielen. Vielleicht würde die Situation besser in den Griff zu bekommen sein, wenn es einen europäischen Bauernverband gäbe.
Ist der EURO tot ? ? ? Diese Frage beschäftigt die Bürger sowohl als auch die Politiker. Sie sind eine starke Barriere - das waren früher Zollschranken - die unterschiedlichen Währungen in EUROPA und die Maastrichter Kriterien, die sich die EUROPÄer selbst gesetzt haben. Die Staaten  denken in dieser Beziehung noch immer zu sehr „national“, um über die Hürde springen zu können, um die „palen“ zur Seite zu werfen. Sind wir Deutsche wirklich bereit, unsere starke Mark mit der schwachen italienischen Lira zu teilen? In dieser Frage denken die Bänker wieder einmal zu deutsch - EUROPA ist in dieser Frage noch weit weg. Einen Trost gibt es: der Weg dorthin ist beschritten.
Anfang Mai 1998 war es dann auch wirklich so weit. Elf  EUROPAeische Staaten erfüllen die Maastricher Bedingungen und schlossen sich der Währungsunion an. Ab dem 01. Januar 1999 kommt der EURO - zunächst nur auf den Bankkonten, evt.  auch auf Rechnungen. Daneben wird aber auch noch die DM erscheinen. Im Jahre 2002 gibt es dann nur noch EURO-Scheine und EURO-Münzen. Damit ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg nach EUROPA getan.  de.wikipedia.org/wiki/Euro   http://www.bundesbank.de/bargeld/bargeld.php

http://www.bundesbank.de/bargeld/bargeld_sammlermuenze.php#euro   dort finden Sie alles über den EURO

Noch länger ist der Weg nach EUROPA in Bezug auf die Sprachen. Die Preußen und Bayern, die Schwaben und Sachsen, die Pfälzer und Friesen haben innerhalb Deutschlands zwar ihren eigenen Dialekt, aber sie sprechen und verstehen alle die deutsche Sprache. Sind wir Deutsche denn nun bereit, diese von Luther und Goethe geprägte Sprache aufzugeben, um irgendein europäisches Kauderwelsch zu lernen? Oder sind die Franzosen, die Engländer, die nordischen oder die südlichen Länder bereit, eine einheitliche Sprache zu sprechen? Es gibt zwar einige Ansätze - viele Menschen lernen eine andere Sprache. Doch das ist von 350 Millionen EUROPAeern nur ein kleiner Bruchteil. Nicht einmal die Staatsmänner bemühen sich, die Sprachen anderer Länder zu sprechen. Mit dem Wörterbuch in der Hand oder dem Dolmetscher am oder im Ohr läßt sich in EUROPA kein einheitliches Sprechen und Verstehen erzwingen, auch wenn das Verständnis dafür da ist. Da hilft auch nicht, wenn die französische „GARAGE“ plötzlich ein englischer „CARPORT“; die deutsche „EINIGKEIT“ zur romanischen  „SOLIDARITÄT“ wird.
Es gibt noch so viele Dinge, bei denen eine Einigung nicht in Sicht ist. Da ist die Autoindustrie, die immer noch keine EUROnorm entwickelt hat; da ist der Verkehr auf den Straßen, die in den verschiedenen Staaten der Union sehr unterschiedlich geregelt wird; da sind die Schulen, die noch keine einheitlichen Lernschritte und Lernziele zu verzeichnen haben; da sind die Löhne, die Verwirrung auf dem Arbeitsmarkt bringen, weil sie unterschiedlicher nicht sein können; da ist die Umwelt, die in den einzelnen Staaten unterschiedliche Auffassung hervorruft; da ist der Fischfang, der oft zu Streitigkeiten Anlass gibt; da sind die Atomversuche der Franzosen, die Proteste nicht nur der europäischen Freunde nach sich ziehen; da ist die Polizei, die immer noch nicht grenzübergreifend arbeiten darf, auch wenn EUROPol ein Anfang ist; da sind die ehemaligen Ostblockstaaten, die alle noch nicht reif für ein geeintes EUROPA sind.

Die oberen Abschnitte wurden Anfang der Neuziger des 20.Jahrhundert geschrieben. Inzwischen hat sich viel getan. Ich füge hier noch einige LINKS an, damit Sie das EUROPA von heute und damit den Fortschritt in der Europäischen Union schneller finden und erkennen können. Sie sehen, viele Findlinge, viele Stolpersteine sind in den letzten Jahren a u f   d e m   W e g   n a c h    E u r o p a   weggeräumt -  und es bleibt immer noch viel zu tun.

D E R  W E G  N A C H  E U R O P A  ist sicherlich keine Asphaltstraße. Die Stolpersteine, die noch auf dem Weg liegen, sind jedoch keine dicken Findlinge mehr, die nicht beseitigt werden könnten. Mit großer Energie, mit Ausdauer und Geduld, mit Fleiß und Wohlwollen, mit Verständnis der gegenseitigen Belange, mit Ablegen der nationalen Interessen, mit Eindenken in internationale europäische Auffassungen, durch Mut und Kraft werden auch die letzten Brocken von diesem noch holprigen Weg geräumt werden können.
D E N  W E G  N A C H    E U R O P A zu finden, dazu helfen die Regional-Verbände - über die ehemaligen Grenzen hinweg. Vor 40 Jahren wurde die „EMS-DOLLART-REGION“ gebildet, ein Zusammenschluß zwischen Groninger, Drenther, Emsländer und Ostfriesen. Die Menschen in dieser Region haben sächsische oder friesische Vorfahren, die Landschaft ist in weiten Teilen gleich, die alte Grenze im herkömmlichen Sinne gibt es nicht mehr. Vielfache kulturelle und folkloristische, wirtschaftliche und politische Aktivitäten verbinden die Menschen.  Den Nachbarn als Demokraten begegnen, das soll dieses länderverbindende Bauwerk im Herzen der Ems-Dollart-Region symbolisieren.
Andere Zusammenschlüsse über Grenzen hinweg wurden gebildet oder sollen entstehen. In Bremen gibt es die „Neue-Hanse-Interregio“; die Gewerkschaften planen eine mögliche Koordination ihrer Tätigkeiten im Rahmen einer „WENN-Region“ (Weser-Ems, Nord-Niederlande); in den Niederlanden wird immer mehr der Ruf nach einer „MAKRO-Region“ laut, um Planungen   a u f d e m  W e g n a c h  E U R O P A  zu vereinfachen und zu verwirklichen.
 

Das sind nur einige wenige Formen der Zusammenschlüsse. Sicherlich, auch die Parteien sind nicht untätig - sozialistische, liberale und konservative Lager bemühen sich, eine einheitliche Vorstellung über eine EUROPA-Union zu verwirklichen. Die eigentliche EUROPAeische Einheit muss von unten wachsen, muss in den Köpfen der Deutschen und Spanier, der Norweger und Italiener, der Iren und Österreicher gebildet werden und kann nicht durch bürokratische Bevormundung festgelegt sein. Auch nicht-europäische Länder sind Mitglied in europäischen Organisationen. Beispiel: EU, Europarat, OSZE, EBU, UEFA

http://www.lehrer-online.de/europa.php

http://www.jugendfuereuropa.de/

http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Europa/Uebersicht.html

http://www.zoll.de/index.html

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Europa

http://ec.europa.eu/index_de.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Union

   blau Die 27 EU-Staaten

     grün  Beitrittskandidaten

     orange Mitgliedschaft möglich

EUROPA,  wachse, werde
             eins   auf   unsrer  Erde.
             EUROPA,  knote  Bande,
             die  niemals je zerreißen.
             EUROPA,  schmiede  Ketten,
             die  niemand kann zerschweißen!
             EUROPA,  werde einig, stark  und fest
             von Nord nach Süd, von  Ost nach West!

Weitere Links: Tergast   Insel   Presse   Briefmarken  Kochbuch   Meine Bücher   Handys, DSL etc.   Uwe

ENDLICH!     Es ist geschafft.

Diese Homepage ist nun auch als Buch mit dem Titel

ZOLL UND GRENZE IM WANDEL DER ZEIT  

erschienen. Es hat die ISBN Nr. 9783 8370 9550 0, hat 424 Seiten, davon 45 farbig

und kostet 32,80 €.

Zeitungen/Redaktionen bestellen ein kostenloses Exemplar bei www.bod.de/rezensionsexemplar

Sie können es in jeder deutschen Buchhandlung, auch im Internet, oder bei mir bestellen. 04924/9559800 FAX: 04924/95559801           E-Mail: jbtergast@t-online.de Sie erhalten das Buch dann innerhalb 2 - 3 Tagen vom Verlag und bezahlen die Rechnung bei mir.

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