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Auf dem Weg nach EUROPA - Zoll und Grenze im Wandel der Zeit
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Treue vierbeinige Zöllner - Freunde der Grenzbeamten
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Neues einzuführen in einer Verwaltung stößt in vielen Fällen auf Granit. So war das auch mit den vierbeinigen Begleitern der Zöllner an der Grenze. Einzelne Zöllner hielten hier und da so ganz privat einen Schäferhund oder Dobbermann und nahmen diesen dann auch mit auf den Streifengang. Das wurde von den Vorgesetzten gar nicht gerne gesehen - aus welchen Gründen auch immer. Da mussten erst handfeste Erfolge überzeugen. In einigen Fällen waren es die Hunde, und nur die Hunde, die zum Ergreifen eines Schmugglers führten oder die in den „Stellungskämpfen“ an der Grenze ihren Herrn vor Übergriffen schützten. Erst ab dem Jahre 1927 waren Hunde offiziell zugelassen. Es wurde sogar für die Anschaffung ein Vorschuss bewilligt. Es dauerte aber noch Jahre, bis sich in der Reichszollverwaltung das Zollhundewesen mit Aus- und Fortbildung sowie einer Zahlung von Futtergeld durchsetzte. Die eigentliche Bedeutung für den Grenzaufsichtsdienst gewannen die vierbeinigen Zöllner erst nach dem zweiten Weltkrieg. Die Zollhunde waren nicht nur treue und aufmerksame Begleiter auf der Streife, sondern sparten in vielen Fällen auch Personal. Ein Zollhundeführer konnte seinen Dienst in den meisten Fällen alleine mit Hund absolvieren, während sonst jeweils zwei Beamte nötig waren. Im Bezirk der Oberfinanzdierektion Hannover waren zeitweilig 300 Zollhunde im Einsatz.
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Ein Hund, und ist er noch so intelligent, kann zwar seinen Hernn instinktiv vor Angriffen schützen, kann auch eine Hasenfährte aufnehmen, kann aber nicht „einfach man so“ einen Verbrecher, Schmuggler o.ä. stellen und verbellen, kann auch keine Gepäckstücke im Gelände ausmachen und erst recht nicht besondere Düfte wie Kaffee, Tee und neuerdings Drogen oder Sprengstoff als besonders wichtig einstufen und erschnüffeln. Das muss gelernt sein, das muss ihm beigebracht werden - dafür gibt es die Zollhundeschulen. Die Chefinspektion des Zollgrenzdienstes richtete 1947 die erste Zollhundeschule in Quakenbrück ein, die 1953 in einer früheren Wehrmachtsanlage nach Rheden bei Diepholz umzog. Als in den folgenden Jahren die Bundeswehr aufgebaut wurde, musste diese auch die Gebäude der Zollhundeschule in Rheden zurückhaben. So wechselte die Schule 1957 noch einmal, und zwar in den Neubau nach Bleckede an der Elbe. Dort bietet das Gelände ein zweckmäßiges Übungsgebiet. Der Ziegelsteinbau, flach gehalten, paßt sich der Heide- und Waldlandschaft vortrefflich an. In 70 festen Zwingern ist genügend Platz für die „angehenden Zöllner“. Die Ausbildung der Zollhundeführer geschieht oder geschah in verschiedenen Lehrgängen: A = Grundlehrgang, sechs Wochen; B = Praxislehrgang, vier Wochen; C = theoretischer Ausbildungslehrgang für angehende Zollhundelehrwarte, drei Wochen; D = Einweisungslehrgang für Zollkommissare, eine Woche; F = Fährtenhundelehrgang, fünf Wochen; 1. Grundlehrgang Haschisch = Rauschgiftspürhund, vier Wochen; 2. Lehrgang RspH = Einstellung auf harte Drogen, vier Wochen. Bild: Übung Nasenarbeit, Gehorsamsübungen (Unterordnung) und Schutzdienst sind wesentliche Elemente der Ausbildung. Suchen auch älterer Fährten im Gelände, Stöbern am Tatort, Durchsuchen von Räumen und Verstecken, Anzeigen von Packstücken, Einholen fliehende Fußgänger oder Radfahrer und Einsatz in Zollämtern sind spezielle Übungen. Typische Schutzhunderassen wie Schäferhund, Dobbermann oder Airedale-Terrier werden für den Grenzdienst ausgebildet. Cocker-Spaniel und Labradors eignen sich besonders als Rauschgift-Spürhunde
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Zollhundeschule Bleckede
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Finanzpräsident Wedemeyer sagte anlässlich der 25-Jahr-Feier der Zollhundeschule Bleckede: „Lehrgangsteilnehmer werden, wenn sie hier eintreffen, von den Lehrern kritisch beobachtet. Da sind dann Könner am Werk, ein altmeisterlicher Ernst strahlt da aus, Mängel und Vorzüge des Tieres, sie werden auf Anhieb mit einer erstaunlichen Sicherheit diagnostiziert. Schon in den ersten Stunden des Hierseins weiß die Schule, wo der Hebel anzusetzen ist, um einen Hund dahin zu bringen, wie er gewünscht wird: kräftig, gelehrig, gehorsam, anhänglich, ausdauernd, hart, furchtlos, wesensfest, natürliche Ruhe und Beharrlichkeit ausstrahlend, Passion und Verstand mitbringend.“ In den 25 Jahren wurden - es sind jetzt schon über 50 Jahre (mehr ganz unten) - wurden in über 500 Lehrgängen über 8.000 Zolhundeführer mit ihren Hunden in Bleckede ausgebildet - nicht nur für die OFD Hannover, sondern auch für die Oberfinanzdirektionen Berlin, Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Kiel, Köln und Münster. Für die südlichen OFD-Bezirke ist die Zollhundeschule in Neudettelsau zuständig. Neben den Verwaltungsbeamten und Arbeitern sind sieben Zollhundelehrwarte an der Schule tätig und fast in jedem Zollkommissariat an der Grenze ebenfalls je ein Zollhundelehrwart. Damit ist gewährleistet, dass die Ausbildung der Hunde außerhalb der Schule fortgeführt und die Zollhundeführer regelmäßig zu Übungen angehalten werden. Inzwischen ist der gute Ruf der Zollhundeschule Bleckede über die Grenzen geschwappt. Aus vielen Teilen der Welt kamen interessierte Beamte, um sich zu informieren und teilweise sogar, um sich und ihre Hunde hier ausbilden zu lassen. Pakistanische Zollbeamte werden im Rahmen der Entwicklungshilfe mit ihren Rauschgiftspürhunden zur Ausbildung nach Bleckede geschickt, damit sie zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität in ihrem Land eingesetzt werden können. Bild: ZH im Dienst Zollhunde an der Grenze gibt es im OFD-Bezirk Hannover fast gar nicht mehr. Wohl aber an der Küste, in den Häfen und auf den Inseln, und dort auch nur als Rauschgift-Spürhunde. Neuerdings bildet die Zollhundeschule in Bleckede auch Sprengstoff-Spürhunde aus, die dort eingesetzt werden, wo Bombendrohungen ect. Behörden und Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen. Ein weiterer Zweig nimmt die Bundespolizei (früher Bundesgrenzschutz) an der Schule in Bleckede ein.
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Ob im Moor, im Schnee, am Dollart oder mit Fahrrad - der Zollhund ist ein treuer Kamerad
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Es gibt viele Beispiele über Erfolge mit den treuen Vierbeinern. Wie schon im Kapitel über Schmuggeln erzählt, stellten die Zollhunde in vielen Fällen die Schleichhändler an der Grenze. Eingefleischte Schmuggler haben vielfach ihre „Nebentätigkeit“ eingestellt, weil sie den Hund fürchten. „Wir würden es ja gerne noch mal versuchen,“ prahlen jüngere Grenzbewohner, „wenn da nicht die Zollhunde wären.“ So haben die vierbeinigen Zöllner auch indirekt dafür gesorgt, dass die Schmuggeltätigkeit über die grüne Grenze quasi eingestellt wurde. Nicht so auf den Schiffen in den Häfen oder an den Übergangsstellen = Zollämtern. Da fand doch ein Cocker-Spaniel 1977 einige Tonnen Rauschgift auf einem Schiff in Emden. Im Dezember 1993 gab es an der deutsch-tschechischen Grenze einen spektakulären Fund. Unter Haselnußsäcken versteckt fand die Schäferhündin „Issa“ 292 Kg Heroin im Verkaufswert von über 60 Millionen DM. Einen interessanten Aufgriff machte in den sechsziger Jahren ein Zöllner in Charlottenpolder - und das „außer Dienst“. Er hatte einen Verdächtigen an der Straße entdeckt, der, als er die Uniform sah, davon rannte. ZAss NN holte seinen „Harras“ aus dem Zwinger und setzte dem Flüchtenden nach. Am Wymeerster Sieltief ließ er, als der Ausreißer nicht stehen blieb, Harras mit dem Befehl „Hooool“ los. Der Verdächtige wurde vorläufig festgenommen und von der KriPo Leer abgeholt. Es stellte sich heraus, dass es ein gesuchter Verbrecher war, der über die grüne Grenze nach Holland entwischen wollte. Damit die Hunde das Gelernte nicht wieder vergessen, werden sie im Dienst „un“regelmäßig vom Zollhundelehrwart auf die Probe gestellt. Bei Zollhundewettkämpfen müssen Führer und Hund zeigen, was sie können. Recht bekannt war Ende der achtziger Jahre die Zollhundestaffel des HZA Emden, die immer wieder bei Sport- und anderen Veranstaltungen ihr Können zur Schau stellte.
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Die Aus- und Fortbildung sind wichtige Elemente in der Führung eines Zollhundes. Hier jetzt einige Bilder zum Thema.
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Aufbau des Zollhundewesens
Das Diensthundewesen in der Zollverwaltung untersteht dem Bundesministerium der Finanzen (BMF). Die Zoll- und Verbrauchsteuerabteilung des BMF hat die Fachaufgabe "Diensthundewesen" der Oberfinanzdirektion Nürnberg als Vorort übertragen.
Der Vorort unterstützt und entlastet das BMF insbesondere bei der Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Institutionen und den beiden Zollhundeschulen. Er klärt Zweifelsfragen, die von den restlichen Oberfinanzdirektionen an ihn herangetragen werden, gibt Empfehlungen ab und legt dem BMF Entscheidungsvorschläge vor.
Die einzelnen Oberfinanzdirektionen übernehmen die Koordinierung des Diensthundewesens innerhalb ihrer einzelnen Zuständigkeitsbezirke mit den Hauptzollämtern, bei denen letztlich die Diensthunde-Teams angegliedert sind. Diese finden vornehmlich Einsatz bei Mobilen Kontrollgruppen, Zollämtern an internationalen Grenzen, im Grenzaufsichtsdienst und an internationalen Flughäfen. Vereinzelt finden sich auch noch Diensthunde bei der Zollfahndung.
Zollhundeschulen
Die Zollverwaltung unterhält für die Ausbildung ihrer Diensthunde zwei Hundeschulen. Für den nördlichen Teil Deutschlands ist die Zollhundeschule in Bleckede zuständig, den Süden deckt die Ausbildungsstätte in Neuendettelsau ab.
Zollhundeschule Bleckede
Im Jahr 1958 wurde die Diensthundeschule in Bleckede in Betrieb genommen. Dort gewährleisten derzeit 33 Bedienstete die Aus- und Fortbildung der circa 300 Diensthunde der Oberfinanzdirektionen Cottbus, Hamburg, Hannover und Köln. Die Zollverwaltung teilt sich aus Gründen der Wirtschaftlichkeit die Einrichtungen der Hundeschule mit der Bundespolizei.
Zollhundeschule Neuendettelsau
Die Hundeschule ist für die Aus- und Fortbildung der circa 250 Diensthunde der Oberfinanzdirektionen Chemnitz, Karlsruhe, Koblenz und Nürnberg zuständig. Sie wurde 1958 in Neuendettelsaeiner kleinen Stadt circa 30 Kilometer westlich von Nürnberg, gegründet. Die dort beschäftigten 23 Bediensteten nutzen die Räumlichkeiten gemeinsam mit der Bundespolizei, damit eine optimalu, e Auslastung der Einrichtung gewährleistet ist.
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Kurzübersicht über die Zollhundeschulen
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Zollhundeschule Bleckede
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Zollhundeschule Neuendettelsau
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Ausbildungsgelände
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200 Hektar Waldgelände 8 Ausbildungsplätze 3 Bunker
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128 Hektar Waldgelände 9 Ausbildungsplätze ca. 80 Bunker ca. 600 Hektar Fährtengelände (begehungsgerecht)
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Zwingeranlage
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101 Zwinger
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70 Zwinger
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davon Zoll
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61
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35
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davon Bundespolizei
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40
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35
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Andere Zwinger
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2 Krankenzwinger 1 Quarantänezwinger
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3 Krankenzwinger 16 Freizwinger
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Unterbringungskapazität
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77 Lehrgangsteilnehmer
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71 Lehrgangsteilnehmer
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Teilnehmer Zoll
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41
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35
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Teilnehmer Bundespolizei
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36
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36
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Verpflegung
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Eigener Küchen- und Kantinenbetrieb
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Externer Catering-Betrieb
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ENDLICH! Es ist geschafft.
Diese Homepage ist nun auch als Buch mit dem Titel
ZOLL UND GRENZE IM WANDEL DER ZEIT
erschienen. Es hat die ISBN Nr. 9783 8370 9550 0, hat 424 Seiten, davon 45 farbig
und kostet 32,80 €.
Zeitungen/Redaktionen bestellen ein kostenloses Exemplar bei www.bod.de/rezensionsexemplar
Sie können es in jeder deutschen Buchhandlung, auch im Internet, oder bei mir bestellen. 04924/9559800 FAX: 04924/95559801 E-Mail: jbtergast@t-online.de Sie erhalten das Buch dann innerhalb 2 - 3 Tagen vom Verlag und bezahlen die Rechnung bei mir.
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Johann Beerens Freier Journalist und Buchautor Am Ehrenmal 1 26802 Moormerla nd-Tergast
Ich habe gestern mein Buch Nr. 124605 zum Druck freigegeben. Nun erscheint auf meinem Desktop im Hintergrun d das Cover des Buches groß, aber fast unlasbar. Das muss da wieder weg. Wie mache ich das?
Mit freundliche n Grüßen
Johanna Beerens, Tergast
jbtergast@t-online.de
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